IT-Messe eingestellt: Die CeBIT ist nicht mehr

Die IT-Messe CeBIT – einst die größte Computermesse der Welt – wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Nach dem wenig glücklichen und zum wiederholten Male erfolgten Neustart im Sommer 2018 setzt die Deutsche Messe AG allen Versuchen ein Ende, denn die Aussichten für die CeBIT 2019 waren schlecht. 

Wie die in Hannover ansässigen Medien HAZ und NP berichten, hat die Deutsche Messe AG am Mittwoch die Einstellung der CeBIT bereits für das Jahr 2019 verkündet. Dort heißt es, „die Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität unseres Unternehmens lässt leider keinen anderen Schritt zu.“ 

Laut Medienberichten sollen die Verkaufszahlen für die CeBIT 2019 erst bei rund 6.000 Quadratmetern an Standfläche gelegen haben, sodass die Messe „massiv in den Verlustbereich abdriften“ würde – im Vorjahr war zum gleichen Zeitpunkt drei Mal so viel Fläche gebucht. Die Perspektive sei zudem sehr schlecht und „eine Besserung nicht zu erwarten“, sodass sowohl das Land Niedersachsen als auch die Stadt Hannover zugestimmt haben, die Messe einzustellen. 

Von großen Unternehmen gäbe es zwar noch ausreichen Interesse , allerdings nur mit kleineren Ständen zu ebenfalls deutlich geringeren Kosten, da viele Fachbesucher bereits 2018 die Messe gemieden hätten und der Festival-Charakter der letztjährigen CeBIT nur bedingt zur Messe gepasst habe. Der hohe Kostenfaktor für Messestände war der CeBIT in den vergangenen Jahren wiederholt vorgeworfen worden, zudem hatte es letztes Jahr vermehrt Beschwerden über leere Hallen und Stände. 

Einige Themen der CeBIT sollen in Zukunft im Rahmen der Hannover Messe präsentiert werden. Zusätzliche kleinere Digitalmessen und Business-Events sollen aber weiterhin den IT-Bereich adressieren. Wie genau dies aussieht, ist aktuell aber noch nicht bekannt. Der bisherige CeBIT-Chef Oliver Frese wird zum Jahresende aufhören und diese Unternehmungen nicht begleiten.